Mit den freien darstellenden Künsten Kulturangebote in ländlichen Räumen stärken
In Brandenburg kommt den freien darstellenden Künsten für das kulturelle Leben – auch und gerade in ländlichen Regionen – eine wichtige Rolle zu. Sie bringen Kunst und Menschen zusammen, schaffen Begegnung, regen Austausch an und eröffnen Räume für Teilhabe. Doch häufig fehlt es an stabilen Strukturen, an Vernetzungsmöglichkeiten oder an verlässlichen Kooperationen vor Ort.
Genau hier setzt das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Mit den freien darstellenden Künsten Kulturangebote in ländlichen Räumen stärken – Modelle zur Professionalisierung kultureller Infrastrukturen“ an. Es knüpft direkt an das erfolgreich etablierte Vernetzungsprojekt „Brandenburger Spielorte“ des Landesverbands Freie Darstellende Künste Brandenburg (FDKB) an, das bereits seit mehreren Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Sichtbarmachung von Spielorten im Land Brandenburg und ihrer Vernetzung mit Künstler:innen und Kulturverwaltungen leistet. Durchgeführt wird das Projekt von der Fachhochschule Potsdam (FHP) in Kooperation mit dem FDKB.
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Ziel ist es, nachhaltige Modelle zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur in Brandenburgs ländlichen Regionen zu entwickeln. Gemeinsam mit Künstler*innen, Spielorten, Kommunen und lokalen Initiativen wird untersucht, was erfolgreiche Kulturarbeit im ländlichen Raum möglich macht – und wie freie darstellende Künste dabei als Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken kann.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Erforschung der Gelingensbedingungen: Welche Faktoren tragen dazu bei, dass künstlerische Arbeit, Kooperationen und kulturelle Angebote auf dem Land langfristig gelingen können? Aus den Erkenntnissen werden praxisnahe Empfehlungen und Werkzeuge entwickelt, die Künstler:innen, Veranstalter:innen und Verwaltungen gleichermaßen unterstützen.
Parallel dazu entsteht unter Leitung von Prof. Dr. Ellen Euler (FHP) eine digitale Wissens- und Vernetzungsplattform, die die Akteur:innen, Spielorte und Projekte weiter sichtbar macht, Ressourcen bündelt und neue Kooperationen anstößt. Teil der Projektarbeit ist die Erstellung von offen zugänglichen, digitalen Selbstlerneinheiten, die Kompetenzen für die Kulturarbeit in ländlichen Räumen vermitteln. So werden Erfahrungen und Wissen langfristig weiter und noch besser zugänglich und nutzbar – auch über die Projektlaufzeit hinaus.
Das Projekt versteht die freien darstellenden Künste als kulturelle Praxis mit besonderem Potenzial für gesellschaftliche Teilhabe. Sie schaffen flexible, kreative und oft gemeinschaftlich gedachte Formen von Öffentlichkeit – ob auf Dorfbühnen, in Gemeindehäusern, Kirchen, alten Gasthöfen oder unter freiem Himmel. Gemeinsam mit der FHP will der FDKB dazu beitragen, dass diese künstlerische Vielfalt auch künftig ein lebendiger Teil der kulturellen Grundversorgung im Land bleibt und weiterwachsen kann.
Das Projektteam
Projektleitung
Prof. Dr. Julia Glesner (FHP)
Nicole Nikutowski (FDKB)
Prof. Dr. jur. Ellen Euler (FHP)
Projektmitarbeit
Pamela Goroncy (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Sophie Kobialka (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Karen Schneeweiß-Voigt (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)