Stell dir vor, du befindest dich in einem urbanen Lebensraum, einer Stadt.
Deine Sinne sind wie feinfühlige Antennen. Mit ihnen beschnupperst du die
feuchte Luft, ertastest modrigen Erdboden und durchwühlst stacheliges
Dickicht. Deine Ohren sind gespitzt, und sie lauschen dem städtischen
Untergrund. Wer lebt da im Erdboden, in Tunneln und Kanälen? Die Stadt ist ein
Lebensraum für viele Lebewesen, Tiere und Pflanzen. Und wir sind immer
Mittendrin. Wenn Du ganz Ohr wirst, kannst du ihren Stimmen und Geschichten
lauschen: Wovon träumt der Regenwurm? Wie überlebt eine Schlange in der
Kanalisation? Und wollen Flechten nur noch tanzen? Am Ende beschließt die
Stadt, dass es Zeit ist, aufzubrechen und eine neue Form und Lebensweise zu
(er-)finden. Aber wer sind dann wir, und was können wir dazu beitragen?
„Ohren sehen“ (8+) ist nach „Alle Augen Staunen“ Lea Moros zweite
choreografische Arbeit für junges Publikum. Gemeinsam mit Sophia Neises,
Sharon Nogales, Moritz Frischkorn, Nina Krainer, Andres Bucci, Martin Beeretz
und einer Reihe von für sich selbst sprechenden Lebewesen begibt sich das
Publikum auf eine vielstimmige Audio-Reise ins und rund um das Theater herum.
Dabei sorgen wir für ein ausgefeiltes Orientierungssystem für blindes und
sehbehindertes Publikum, so dass dieses sich selbstständig durch die
Performance bewegen kann. Diese findet bei jedem Wetter statt, wir bitten
darum, angemessene Kleidung mitzubringen. „Ohren sehen“ schlägt das Zuhören
als Modus eines verantwortungsvollen, kooperativen Zusammenlebens mit unserer
Umwelt vor.
Das Verzeichnis bietet Kontakte und Informationen zu Spielorten in ganz Brandenburg – darunter direkte Ansprechpartner:innen und wertvolle Gastspiel-relevante Informationen.
Ein 1-Jahres-Zugangsabo kostet 30 € brutto.
Bei Interesse schreiben Sie bitte an: