




Schauspiel von Albert Camus
„Die Gerechten“ basiert auf wahren Begebenheiten. Moskau 1905: Eine Gruppe
sozialrevolutionärer Aktivisten plant ein Attentat auf den russischen
Großfürsten Sergei, um die Unfreiheit und Unmenschlichkeit der Diktatur zu
bekämpfen. Der Poet Kaljajew soll die Bombe werfen, allerdings bringt er es
nicht fertig, als er in der Kutsche des Großfürsten auch Kinder sitzen sieht.
Die Diskussionen über das moralische Für und Wider folgen. Um dem älteren
Stepan seine Eignung zu beweisen, unternimmt Kaljajew einen zweiten Versuch.
Das Attentat gelingt, Kaljajew wird jedoch festgenommen. Im Gefängnis wird er
von der Großfürstin aufgesucht. Sie will sein Bekenntnis zum Mord, das
Kaljajew ihr verweigert. Er sieht sich als Kriegsgefangener im Kampf um
Gerechtigkeit. Auch seine Gefährten verrät er nicht.
In seinem Stück von 1949 untersucht Albert Camus das „Recht darauf, zu töten“.
Ist ein Attentat aus moralischen Gründen gerechtfertigt? Ist es je zu
rechtfertigen? Macht Terror aus Menschenliebe einen Terroristen zum ‚besseren
Terroristen‘? Camus dekliniert die Dialektik von Gewalt und Gegengewalt
durch. Der unaufhebbare Zwiespalt, dass Gewalt weder zu rechtfertigen noch zu
vermeiden ist, steht gegen Camus‘ Haltung, dass keine Ideologie Gewalt gegen
ihre Gegner rechtfertigt.
mit Frix Mertin, Aim Pim Haensell, Felix Tittel, Lisa Flachmeyer und Andreas
Klumpf
Regie & Produktion: Wolfram Scheller, Dramaturgie: aki nom, Bühne: Jule
Heidelbach, Kostüme: Mirina German, Licht& Ton: Paul Klinder
Dauer: 2:30 h (inkl 20 min Pause)
www.theater.land/die-gerechten
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